Judoka Marie Branser startet zukünftig für den SC DHfK und träumt von Olympia

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Mit Marie Branser trägt seit dem 01.01.2020 eine erfolgreiche Judoka das Trikot des SC DHfK Leipzig. Die gebürtige Leipzigerin wechselte von den Leipziger Sportlöwen zum grün-weißen Sportclub. Sportlich geht es für die 27-Jährige in diesem Jahr direkt in die Vollen: Trainingslager, Wettkämpfe, Ortwechsel. Ihr großes Ziel: die Olympia-Qualifikation.

Möchte zukünftig für den SC DHfK jubeln: Judoka Marie Branser. Foto: Mayorova Marina

Leipzig. „Was für ein Jahr“, schreibt Marie Branser auf ihrer Facebook-Seite, „2019 war für mich ein unglaublich turbulentes Jahr mit vielen Veränderungen, Wettkämpfen auf der ganzen Welt und tollen Erfahrungen.“ Das kommende Jahr wird für die Leipziger Judoka ähnlich aufregend – so viel ist schon jetzt sicher. Denn mit den Olympischen Spielen in Tokio steht Bransers großes Ziel an. Dies nimmt sie seit dem 01.01.2020 im Trikot des SC DHfK Leipzig in Angriff.

„Ich möchte weiterhin den Bezug zu Leipzig behalten, weil es meine Heimatstadt ist. Hier bin ich im Judo groß geworden, hier will ich bleiben, hier habe ich die Unterstützung der Olympiasport Leipzig GmbH. „Der SC DHfK ist für mich ein Verein, mit dem ich mich als Leipzigerin vollkommen identifizieren kann.“ Die Gespräche seien angenehm und gut verlaufen. „Ich habe mich von der ersten Minute an aufgenommen gefühlt.“ Alexander Schlenzig, Generalsekretär des SC DHfK: „Wir freuen uns, mit Marie Branser eine weitere erfolgreiche Athletin in unserem Verein begrüßen zu dürfen und wünschen ihr viel Erfolg für die Olympia-Qualifikation.“

Das Judo-Trainingszentrum der Nordanlage Am Sportforum 5 wird die 27-Jährige in den nächsten Wochen und Monaten aber immer wieder eintauschen müssen. Ob Trainingslager in Österreich und Belgien oder Wettkämpfe in Tel Aviv, Paris und Warschau – seit Beginn dieser Woche wird die EM-Dritte von 2014 und mehrfache Medaillengewinnerin bei Deutschen Meisterschaften im Wochentakt unterwegs sein. Zehn Turniere und sechs Trainingslager stehen bis zum Ende der Olympia-Qualifikation am 31. Mai 2020 auf dem Plan. Das Programm ist straff, die Sporttasche quasi ständig gepackt. „Aber ich weiß, wofür ich das alles mache und es ist ja auch ein absehbarer Zeitraum“, so die Halbschwergewichtlerin mit Blick auf ihren Traum Olympia. Die weiteste Reise wird die Leipziger Judoka im April nach Casablanca führen, denn Branser hat den Schritt gewagt und das internationale Startrecht gewechselt. Seit April 2019 startet sie für die Demokratische Republik Kongo und wird im Frühjahr bei den Afrikanischen Meisterschaften antreten.

„Mit meinem internationalem Startrecht für die Demokratische Republik Kongo möchte ich ein Stück weit Geschichte schreiben. Bislang waren dort keine Judoka-Frauen international erfolgreich, die politische Situation ist sehr schwierig“, so Branser, „vielleicht ist es auch eine Chance, dort vor Ort etwas zu bewegen. Außerdem möchte ich die Menschen und das Land kennenlernen. Meine Familie hat selbst früher einige Jahre im Kongo gearbeitet und gelebt.“ Für die Olympia-Quali strebt Branser den Weg über die kontinentale Quote an. „Wenn die Afrikanischen Meisterschaften gut laufen, habe ich ganz gute Karten“, schätzt Branser ein.